Dienstag, 24. Dezember 2019

Es war einmal...

...eine Zeit, in der ich mir gar nicht mehr so sicher war, ob ich nicht doch lieber weiter schlafen würde.
Irgendwie schien mir das Leben früher bequemer.
Aber das war nicht mehr möglich.

Dann kam eine Zeit, in der ich mir einfach nur mal in diesem Lernprozess eine Atempause zum ausruhen wünschte.
Auch daraus wurde nichts.

Inzwischen habe ich mich an das Tempo gewöhnt.
Ja, es fühlt sich durchaus wie eine Fahrt auf der Achterbahn an.
In Wellen geht's hoch und wieder runter.

Dann hatte ich oft das Gefühl, mein Kopf läuft über vor Gedanken und Ideen. Und ich habe gelernt, dass auch Sorgen negative Kraft haben und runterziehen.
Sorgen und Fürsorge- verwechseln wir das vielleicht mit Liebe?
Kinder sind da ein guter Spiegel. Sie empfinden Fürsorge meist als Kontrolle.
Wollen wir das?
Es ist nicht nötig.
Wir brauchen lediglich den Schalter im Kopf zu drehen - und aus Sorge wird Gelassenheit, aus Angst wird Vertrauen.

Wir leben wirklich in einer intensiven Zeit. Ich nehme so viele Extreme wahr.
Extreme pendeln sich nach physikalischen Gesetzen wieder in der Mitte ein, wenn wir ihrer Bewegung Zeit lassen.

Das meist diskutierte Thema dieses Jahres war wohl der Klimawandel.

Wir haben tatsächlich nur einen Planeten, mit dem wir bewusst umgehen sollten. Dabei bringt es nichts, mit dem Finger auf andere zu zeigen.
Es bringt auch nichts, auf die Politik zu hoffen, geschweige denn auf die Wirtschaft.
Solange das Prinzip von Wachstum die Regeln unserer Wirtschaft und deren Lobbyisten unsere Politik bestimmen, werden weiterhin  Müllberge wachsen, Böden und Ozeane vergiftet werden, Tiere aussterben.

Wir und unser Planet haben nur eine Chance.
Sie liegt in der Eigenverantwortung.

Es genügt, indem wir in unserem persönlichen Leben Konsequenzen ziehen, indem wir uns beispielsweise unserer Macht als Konsumenten bewusst werden. Dann bestimmt die Nachfrage das Angebot.

Gibt es Hoffnung? Ja klar.
Welchen Sinn sollte unser Leben haben, wenn alles vorherbestimmt wäre und wir keinen freien Willen hätten?
Also nutzen wir unsere Chance.

Wir sind mit unserem kleinen Leben in einen großen kosmischen Plan eingebunden.
Er sieht unbegrenzten Wandel vor. Das Gesetz der Evolution bewegt sich spiralförmig vorwärts und aufwärts.
Die große Ordnung des Universums lässt sich auf unser Leben übertragen.

Seit vielen Jahren beobachte ich Finsternisse. Sie kennzeichnen Wendepunkte für die Gesellschaft ebenso für unser persönliches Leben. Seit 2018 veröffentliche ich zu dieser Zeitqualität Artikel auf diesem Blog.

Der letzte Artikel betrifft die Finsternis am 26. Dezember 2019.
Hier der Link für alle Interessierten: http://astromedizin.blogspot.com/2019/12/finsternisse-auf-der-mondknotenachse.html


Shutterstock.com

Am 7. Januar 2020 biete ich auf meiner Online-Akademie ein Webinar an:
Vorschau 2020 - Der kosmische Zeitplan für das neue Jahr
https://www.sofengo.de/w/347260


Eine weitere Veranstaltung:
Am 12. Januar 2020 von 10 bis 19 Uhr in Remerschen, Luxemburg:
Der kosmische Plan für das neue Jahr mit Aufstellung der Konstellationen in den wissenden Feldern des Tierkreises.
Es sind noch 2 Plätze frei.

Info auf Anfrage
 

Persönliche Vorschau

Wer einen ganz persönlichen Blick in den kosmischen Zeitplan 2020 bevorzugt, erhält einen Gutschein über 20 €
für ein Beratungsgespräch in der Zeit bis 31.1.2020.
Das Gespräch kann persönlich, telefonisch oder über Skype erfolgen.
Dieses Angebot eignet sich ebenso als Geschenkidee zu Weihnachten.

Mit einem Auszug aus dem letzten Blog-Beitrag möchte ich schließen:

Jupiter – Die Kraft der Vergebung

Am 2. Dezember ist Jupiter in den Steinbock eingetreten.
Für all die Anstrengungen, die wir unter Saturn Steinbock auf uns genommen haben, für all die Herausforderungen,
die wir gemeistert haben, können wir die Ernte einfahren.
Nach einem Transit von Saturn können wir oft erst in der Rückbetrachtung das erworbene Fundament erkennen.
Allen, die in den vergangenen Jahren in die Verantwortung für ihre Lebensaufgabe gegangen sind, wird Jupiter ihre
Kompetenz spüren lassen und Vertrauen in den zukünftigen Weg geben.

Exakt mit dem Wechsel von Jupiter in den Steinbock konnte ich eine weitere Kraft entdecken - die Kraft der Vergebung.  Auf den urteilenden und strafenden Richter Saturn folgt die Amnestie durch den weisen Richter Jupiter.

Jupiter verhilft zu positiven Erkenntnissen. Alles hatte eine Berechtigung, alles hatte einen höheren Sinn.  Sobald wir verstehen, ist das Vergeben ein leichtes Spiel.
Das ist das Wichtigste. Denn nur so ist tiefe Heilung möglich. 

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Ich wünsche uns allen eine gnadenreiche Zeit


Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich bei allen LesernInnen, KlientenInnen, PatientenInnen und SchülerInnen
für das Interesse an meiner Arbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.
Ich freue mich, wenn wir weiterhin in Kontakt bleiben

Blieskastel, 24. Dezember 2019
Gruß Heide Trautmann



Freitag, 20. Dezember 2019

Finsternisse auf der Mondknotenachse Krebs - Steinbock Teil 2

Zeit der Vergebung


Ringförmige Sonnenfinsternis

Grafik: Sarastro Platin
Am 26. Dezember 2019 findet um 6.14 Uhr MEZ die nächste Finsternis statt.
Es handelt sich um eine ringförmige Sonnenfinsternis bei einem Neumond auf 04°07' im Zeichen Steinbock. 

Diese Finsternis wird durch eine Konjunktion mit Jupiter auf 5°20' Steinbock gekennzeichnet.
Uranus bewegt sich auf 2°45' rückläufig im Stier und bildet ein harmonisches Trigon zur Konstellation im Steinbock.
Uranus-Jupiter-Trigon: die größtmögliche kosmische Unterstützung, glückliche Zufälle, Engel auf zwei Beinen, Türen öffnen sich.


Chiron bewegt sich auf 1°30' Widder durch den Drachenbauch der Mondknotenachse. Seine Verletzungen wollen verarbeitet werden. 


Chiron im Drachenbauch – die verletzten Krieger suchen Heilung

Die gesellschaftliche Wende, die durch die Finsternisse gekennzeichnet ist, erfordert eine besondere Aufmerksamkeit auf die Energien Chirons. Der verletzte Krieger benötigt zunächst Selbstheilung, bevor er Impulse als Heiler geben und seine Erfahrungen als Lehrer weitervermitteln kann.

In diesem Zusammenhang drängen sich Beobachtungen von mir auf, die ich mit Chiron Widder gemacht habe. Ich erlaube mir einen geschichtlichen Rückblick. 

Dritte - Reich - Ideologie

Von 1918 bis 1927 bewegte sich Chiron durch das Zeichen Widder.
Ich erfahre diese Konstellation in der Praxis als Irritation in der Identitätsfindung.
In diesen Jahren bewegte sich Pluto durch das Zeichen Krebs, im Spannungsaspekt zu Chiron Widder.
Jugendliche dieser Jahrgänge wurden durch die Ideologie des Dritten Reiches geprägt.
Da ich durch die Kriegserfahrungen meiner Eltern eine besondere Betroffenheit verspürte, habe ich mich intensiv mit der Zeit des Faschismus auseinandergesetzt.

Die nationalsozialistische Propaganda begann in den 20er Jahren. 1922 wurde der „Jugendbund der NSDAP“ als erste offizielle Jugendorganisation gegründet. Auffallend war, dass die Ideologie Hitlers wenig mit der Realität der Menschen in dieser Zeit zu tun hatte, ebenso wie Hitler selbst überhaupt nicht dem Idealtyp des arischen Mannes entsprach. Doch die meisten Menschen waren so subjektiv, dass ihnen diese und andere Widersprüche nicht aufgefallen sind.

Das Motto von Pluto Krebs setzte sich durch: Wir müssen zusammenhalten und unser deutsches Volk und Vaterland schützen. Dieser Schutz bestand in einer Ausgrenzung und Vernichtung all derer, die sich nicht systemkonform verhielten und
eine Bedrohung darstellten.
Ich erfahre diese Konstellation als eine Art Gehirnwäsche für junge Menschen, die sich mit dieser Ideologie identifizierten. So zogen viele junge Männer in den Krieg gegen den definierten Feind, in der Überzeugung, für Familie, Heimat und Vaterland genau das Richtige zu tun. Und diejenigen, die nicht ihr Leben ließen, kamen als verletzte Krieger zurück. Der Krieg war verloren. Das Rechtsbewusstsein wurde auf den Kopf gestellt. Jetzt waren sie nicht die Sieger und Retter, sondern die Verlierer und Schuldigen.
In den Jahren 1943 bis 1945 bewegte sich Saturn durch den Krebs. Diese Zeit steht für Hunger, Verluste, Trennungen und Trauer - Trauer um verlorene Familienmitglieder, eine verlorene Heimat. 


Chiron kommt nach ca. 50 Jahren an seinen Geburtsort zurück


In der Zeit von 1969 bis 1976 bewegte sich Chiron wieder durch das Zeichen Widder.
In den 60er Jahren entwickelte sich eine internationale Friedensbewegung, ausgelöst durch den Vietnamkrieg, der bereits seit 1955 geführt wurde. Er wurde 1975 beendet.
Anfangs stand Chiron Widder in Opposition zu Uranus Waage.
Auch bei dieser Konstellation beobachte ich eine Irrittion bzw. Verletzung der Identität. Mit Uranus in der Opposition stellt sich die Frage: Weiß ich, wer ich wirklich bin oder bemühe ich mich, die Erwartungen meines Gegenübers zu erfüllen? Projektion statt Reflexion erschwert die Identitätsfindung.
1972 kam Pluto Waage hinzu und brachte mit Uranus eine existenzielle Spannung in Beziehungen. Festhalten und loslassen, Kontrolle und Verlustangst- all das sind Konflikte, die ich bei Menschen dieser Jahrgänge beobachte.
1973 brachte Saturn Krebs einen weiteren Spannungsaspekt auf das kardinale Kreuz.
Die unverarbeitete Trauer aus den Jahren 1943 bis 1945 manifestierte sich in der folgenden Generation.

Ich konnte mit zahlreichen PatientenInnen Erfahrungen sammeln.
Demnach überspringen ungelöste Konflikte und Traumata innerhalb eines Familiensystems oft eine Generation und sind dann im Horoskop der Enkel im Ahnengedächtnis zu finden. Wenn ich also nach Vorfahren frage, die etwa 50 Jahre vor ihnen geboren sind, finden wir meist die tiefliegende Ursache aktueller Konflikte und Ängste.
 

Es ist beispielsweise das Schicksal einer Großmutter, die Kind oder Mann verlor. Oder es ist das Schicksal eines Großvaters, der als verletzter Krieger aus der Gefangenschaft zurückkam. Die Beispiele sind vielfältig. Jedenfalls sind es Erfahrungen von Vorfahren, die bislang nicht gesehen, gewürdigt und geheilt wurden. Die Muster wiederholen sich solange, bis sie gelöst werden.                                                                                                                                                                    
Saturn tritt an Plutos Stelle im Zeichen Krebs und bringt die Narben deVorfahren und ihre unverarbeitete Trauer als schweres Gepäck mit. Diese unterdückten Emotionen können sich als Depression bemerkbar machen.

Saturn lädt dazu ein, die Gefühle zu ordnen. Die Familienaufstellung oder systemische Therapie leistet einen großartigen Dienst. Unter Umständen ist eine Traumatherapie sinnvoll, in der Ängste aus dem limbischen System bewegt und gelöst werden.


Zurück zur Gegenwart

Seit April 2018 bewegt sich Chiron wieder durch das Zeichen Widder.
Bei diesem Duchgang befinden sich Saturn und Pluto im Spannungsaspekt im Zeichen Steinbock. Es ist nun die zweite Wiederkehr Chirons im Widder, die ich beobachten kann.
Und was hat sich weiterentwickelt?

Wie leben in einem scheinbaren Frieden. Doch Rüstungsexporte aus Deutschland erreichen in diesem Jahr eine Rekordhöhe. Die rechtsradikale Regierung Ungarns ist der wichtigste Kunde. Weitere Empfänger sind Ägypten, Südkorea, die Vereinigten Arabische Emirate und Saudi-Arabien.

Pluto im Steinbock spiegelt die gesellschaftlichen Auswirkungen von Pluto Krebs und drängt auf Transformation. Reste dieser Ideologie und Strukturen sind in unserem System noch immer deutlich spürbar.

Saturn fordert seit Dezember 2017 zu Konsequenzen auf. Gesellschaftliche Werte kommen auf den Prüfstand. Die Zeit der Patriarchen, Diktatoren und Despoten geht zu Ende. Jeder Stein der Geschichte wird aufgehoben, gedreht und überprüft. Was noch im Schatten lag, drängt ans Licht. Das betrifft meiner Einschätzung nach auch den rechtsextremen Trend.
Sind es nicht auch verletzte Krieger, die aufstehen und nach Heilung suchen?

Es beginnt mit dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Menschen tun sich mit Gleichgesinnten zusammen, verbinden und verbünden sich. Das Fremde wird als bedrohlich empfunden, ausgegrenzt und bekämpft. Das ist Faschismus.

Wie ich bereits im 1. Teil am 25. Juli dieses Jahres beschrieben habe, bringt der absteigende Mondknoten im Steinbock eine tiefe Verbindung zu unserer Geschichte, zu unseren Zellerinnerungen - für unsere Gesellschaft ebenso für uns persönlich. Ein Blick zu unseren Vorfahren bringt uns in dieser Zeit wertvolle Erkenntnisse. Schattenanteile wollen ans Licht.
Wunden wollen gesehen und geheilt werden.

Die vergangenen Jahre, insbesondere die Zeit ab Dezember 2017, habe ich als ziemlich anstrengend erfahren. Saturn und Pluto brachten Phasen der Stagnation. Sie wirkten wie eine imaginäre schwarze Mauer. Wer damit und dagegen kämpfte, lief Gefahr, sich zu verausgaben und aufzugeben. Entprechende Auswirkungen konnte ich in der Praxis beobachten. Wer gut beraten war, hat die Zeit der Stagnation zur Auswertung des Vegangenen, Neustrukturierung und zur Sammlung für den Neubeginn genutzt.

Am 12. Januar 2020 werden wir die epochale Konjunktion von Saturn und Pluto im 23. Steinbock-Grad erleben. Im November 1982 hatten wir diese Konjunktion im 28. Grad Waage. Neptuns Nebel wurde gelichtet. Unvereinbarkeiten in Beziehungen wurden sichtbar und führten zu einer Welle von Trennungen. Es war eine Zeit von Ende und Neubeginn.

Dieser herausragenden Konstellation geht die letzte Finsternis auf der Achse Krebs-Steinbock voraus. Am 10. Januar 2020 wird sich um 20:22 Uhr MEZ bei Vollmond auf 20° Krebs eine Halbschatten-Mondfinsternis einstellen.

Der Phönix kann wieder aus seiner Asche aufsteigen.



Halbschatten-Mondfinsternis 

Grafik: Sarastro Platin
Am 10. Januar 2020 stehen sich um 20:21 Uhr MEZ Sonne Steinbock und Mond Krebs exakt auf 20°00'13'' Grad gegenüber. Wir haben Vollmond und eine Halbschatten- Mondfinsternis.

Die Finsternis wird ab 19:11 Uhr MEZ in Europa, Asien und Australien sichtbar sein. Allerdings wird es kein spektakuläres Ereignis. Denn der Mond bewegt sich im relativ blassen Halbschatten der Erde und wird sich von daher nicht vollständig verdunkeln.



Jupiter – Die Kraft der Vergebung

Am 2. Dezember ist Jupiter in den Steinbock eingetreten.
Für all die Anstrengungen, die wir unter Saturn Steinbock auf uns genommen haben, für all die Herausforderungen, die wir gemeistert haben, können wir die Ernte einfahren.
Nach einem Transit von Saturn können wir oft erst in der Rückbetrachtung das erworbene Fundament erkennen. Allen, die in den vergangenen Jahren in die Verantwortung für ihre Lebensaufgabe gegangen sind, wird Jupiter ihre Kompetenz spüren lassen und Vertrauen in den zukünftigen Weg geben.

Exakt mit dem Wechsel von Jupiter in den Steinbock konnte ich eine weitere Kraft entdecken - die Kraft der Vergebung. Auf den urteilenden und strafenden Richter Saturn folgt die Amnestie durch den weisen Richter Jupiter. 

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Und hier schließ sich der Kreis.
Mit dem absteigenden Mondknoten im Zeichen Steinbock steigen wir tief hinab in Zellerinnerungen von Urteil und Strafe.
Mit dem aufsteigenden Mondknoten im Zeichen Krebs erschließen wir uns unterdrückte Emotionen, Verletzungen und Wunden.
Wir leben unsere Empfindungsfähigkeit, um unsere Mitmenschen und ihre Beweggründe zu verstehen. Wir fühlen die Resonanz in uns und können auch uns verstehen.
Jupiter verhilft zu positiven Erkenntnissen. Alles hatte eine Berechtigung, alles hatte einen höheren Sinn.
Sobald wir verstehen, ist das Vergeben ein leichtes Spiel.
Das ist das Wichtigste. Denn nur so ist tiefe Heilung möglich.



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                                     Ich wünsche uns allen eine gnadenreiche Zeit.
 

 
Der Artikel darf unverändert und mit Angabe der Quelle geteilt werden.  
 
Vorschau 2020 - der kosmische Zeitplan für das neue Jahr
am   7. Januar 2020 um 19 Uhr auf meiner Online-Akademie 
am 12. Januar 2020 von 10 bis 19 Uhr in Luxemburg
Weitere Info: www.astromedizin.info



Blieskastel, 18. Dezember 2019
Heide Trautmann

Montag, 5. August 2019

Pluto - die Macht der kollektiven Zerstörung

6.8.1945 Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima


 Am 6. August 2019 jährt sich der Abwurf der Atombombe auf Hiroshima.
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Vor 74 Jahren näherte sich der B 29 Bomber Enola Gay der USAAF der Stadt. Zeitzeugen berichten von einem Brummen der Maschine.

Die 13 Kilotonnen schwere Bombe mit dem Code- Namen „little boy“ wurde aus einer Höhe von 10.600 m auf ihr Ziel abgeworfen. Nach einer exakten Berechnung erfolgte in 600 m Höhe die Detonation. Diese löste 2 Druckwellen aus und richtete, wie beabsichtigt, den größtmöglichen Schaden an. Die Überlebenden berichteten von einem Lichtblitz, der den Himmel erhellte. Donner, Knall und Feuerball folgten.

Die Bombe war auf die Aioi-Brücke ausgerichtet, traf aber die Klinik in unmittelbarer Nähe. Die Stadt auf der japanischen Insel Honshū war nach diesem Abwurf im Umkreis von fünf Kilometern weitestgehend zerstört.

Der japanische Kaiser Hirohito verweigerte noch immer die Kapitulation. So folgte am 9. August 1945 der zweite Atombombenabwurf auf die Stadt Nagasaki. Sechs Tage danach, am 15. August 1945, ergab sich Kaiser Hirohito dem Gegner USA. 


Die Menschen in Hiroshima traf diese Atombombe gänzlich unvorbereitet. Ein Feuer mit einer Temperatur von etwa 6.000 Grad ließ alles in Flammen aufgehen. Menschen verpufften in der Hitze. Zahlreiche Menschen fingen an, bei lebendigem Leib zu brennen. Ihre brennende Haut fiel in Fetzen herab. Viele sprangen in ihrer Verzweiflung in den Fluss, um ihr Feuer zu löschen. Der Himmel verdunkelte sich und ein pechschwarzer Regen fiel herab. Die Menschen suchten Linderung für ihren brennenden Schmerz und nahmen den Regen dankbar mit offenem Mund auf. Sie ahnten nicht, dass er sie nun von innen verstrahlte.
Der 2. Weltkrieg war beendet. 
Wer direkt betroffen war und zunächst überlebte, erkrankte und verstarb meist an der sogenannten Strahlenkrankheit. Sie zeigte sich u.a. durch Hautblutungen und Haarausfall.
Bis 1950 starben etwa 200.000 Menschen an den Auswirkungen der atomaren Verstrahlungen.
In den Zeiten der Besatzung durch die USA bis 1952 wurden an den Überlebenden zahlreiche Untersuchungen vorgenommen. Die Folgen der atomaren Bestrahlung sollten beispielsweise anhand entnommener Zellen erforscht werden.


Das Foto zeigt die Aioi-Brücke und Ruine des ehemaligen Gebäudes der Industrie- und Handelskammer. Die ausgebrannte Hülle wurde 1996 in die Liste des Unesco Welterbes aufgenommen.

Wahrzeichen für den Weltfrieden
Auf der Insel in der Stadtmitte wurde ein Friedensgedenkpark angelegt,
bestehend aus Friedensdenkmal, Friedensteich, Friedensflamme, Brunnen der Gebete sowie einigen Statuen.
Das Kenotaph (leeres Grab) befindet im Zentrum der Anlage.
Im Hauptgebäude finden BesucherInnen zahlreiche Dokumentationen über die Schicksale der Opfer; Kleider, Fotos, Briefe, Berichte und Gemälde.  Auf einer großen Leinwand kommen Zeitzeugen zu Wort. In einer weiteren Halle wird Zusammensetzung und Wirkung der Atombombe aus wissenschaftlicher Sicht vorgestellt.

Dass uns die gleichen Risiken bei einem Reaktorunfall treffen können, wird ebenfalls deutlich dargestellt. Der Reaktorunfall von Tschernobyl am 26. April 1986 hat uns das bewusst gemacht.

Das Treffen des US-Präsidenten Barack Obama mit dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew am 8. April 2010 in Prag wird ebenfalls dokumentiert. Beide Präsidenten unterzeichneten einen Atom-Abrüstungsvertrag.

Jährlich am 6. August findet im Park eine Friedenszeremonie statt. Der jeweils amtierende Bürgermeister liest die Friedensdeklaration vor und appelliert an alle Staaten, Atomwaffen abzuschaffen und für den Weltfrieden einzutreten.

Plutonium und Uran 

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Die klassische Atombombe basiert nicht auf chemischen Reaktionen, sondern auf Kernspaltung oder Kernfusion. Der Sprengstoff der beiden eingesetzten Bomben in Hiroshima und Nagasaki bestand aus hoch angereichertem Uran bzw. Plutonium.

Pu- Plutonium
Im Periodensystem der Elemente steht Plutonium in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block) mit der Ordnungszahl 94. Plutonium wurde nach dem 1930 entdeckten Planeten Pluto benannt. Bei Plutonium handelt es sich um ein giftiges und radioaktives Schwermetall.

U- Uran
Uran ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 92. Es steht wie Plutonium in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block). Uran wurde nach dem Planeten Uranus benannt.

Mit der Ordnungszahl 93 können wir Np- Neptunium entdecken.
Neptunium entsteht durch natürliche radioaktive Zerfallprozesse.

Hier stehen sie in der 7. Periode nebeneinander in einer Reihe , analog zu ihrer Stellung als überpersönliche Planeten in unserem Sonnensystem- Uranus, Neptun, Pluto. 


Der Beginn des Atomzeitalters
Zeitgleich mit der Entdeckung Plutos im Jahre 1930 und der Entwicklung der Atombombe erreichte die Kriegsführung ein gewaltiges Maß an Zerstörung. Zuvor kämpften „Mann gegen Mann“. Es war ein „Entweder der oder ich“, eine existenzielle Botschaft von Pluto, auf der persönlichen Ebene ausgetragen von Mars, dem einzelnen Soldaten. 

Software Sarastro Platin
Die Atombombe brachte das Potential der kollektiven Zerstörung.
Uranus, der Blitz am Himmel, brachte das Schicksal über die Menschheit und entzündete mit einem Knall den zerstörerischen und vernichtenden Feuerball, nämlich Pluto. Mars war auch hier der Auslöser auf der persönlichen Ebene.


Pluto und der Lebens- und Todestrieb
Sigmund Freud unterscheidet in seiner Trieblehre Selbsterhaltungstrieb und Sexualtrieb. In seinem späteren Wirken ordnete er beiden den Lebenstrieb über, stellte aber den Todestrieb gegenüber.
In einem Brief an Albert Einstein im September 1932 schrieb er zum Thema „Warum Krieg?“: „Der eine Trieb ist so unerlässlich wie der Andere, dass die Tötung des Feindes eine triebhafte Neigung sei, die den Gegenpol zu jenem Trieb darstelle, der Leben erhalten wolle. Der eine Trieb sei so unerlässlich wie der andere, denn aus dem Zusammen- und Gegeneinanderwirken der beiden gingen die Erscheinungen des Lebens hervor.“

Quelle: https://oe1.orf.at/artikel/204400/Freud-und-der-Todestrieb


Nach meiner Erfahrung finden wir die Facetten Plutos im Kriegsgeschehen deutlich.
Während des Krieges auf den japanischen Inseln wurde die Bevölkerung mit 2 Granaten ausgestattet- eine war für den Feind bestimmt, die andere für die Selbsttötung.
Zeitgleich erhielt die Bevölkerung die Aufforderung zum kollektiven Selbstmord durch das Werfen von Granaten in ihre Mitte.

In den letzten Kriegsjahren ließen etwa 3.000 Kamikaze-Flieger bei Angriffen auf feindliche Flugzeugträger ihr Leben. Es waren zumeist junge Männer, die sich freiwillig für diese Spezialeinsätze zur Verfügung stellten. Kamikaze heißt übersetzt"Göttlicher Wind". Auch hier bringt Uranus den todbringenden Impuls aus dem Himmel.
Übrigens: Nach einem Bericht der WHO liegt die Selbstmordrate in Japan 60 % über dem weltweiten Durchschnitt. Es ist die höchste Todesursache von Kindern.


Entweder-oder bei Krankheiten
Während Horoskopaufstellungen habe ich die Gesetzmäßigkeiten von Pluto bei einer Patientin mit einer Krebserkrankung beobachten können. Pluto bewegte sich spiralförmig hinter ihr, um sie vorwärts in Richtung Erneuerung und Heilung zu bewegen. Ihr Widerstand (Saturn) war so groß. Sie konnte nicht loslassen. Daraufhin drehte Pluto seine Richtung um 180° und bewegte sich in Wellen auf diese Frau zu und führte zur Selbstzerstörung.


Nur nicht das Gesicht verlieren
Viele Japaner tragen Mundschutzmasken; in der Bahn, in Geschäften und auf der Straße.
Begründet werden die Masken als Schutz vor Infektionen.

Nach der Miasmenlehre (Erblehre) des homöopathischen Arztes Samuel Hahnemann lassen sich Ursachen für Krankheiten in 3 Stufen ableiten:
1. Mangel,
2. Überfluss als Kompensation,
3. Zerstörung.

In der klassischen Homöopathie wird das Symptom „Angst vor Ansteckung“ dem Miasma der Zerstörung zugeordnet. Beim Gedanken an den schwarzen Regen, die verstrahlte Erde und die vielen kranken Menschen bleibt für mich keine Frage offen.


Japan, ein Leben auf dem Pulverfass
Die japanischen Inseln befinden sich unmittelbar auf dem pazifischen Feuerring. Er ist ein Vulkangürtel mit hoher Vulkanaktivität und starken Erdbeben. Vor acht Jahren, am 11. März 2011, zerstörten ein Erdbeben und ein Tsunami das Atomkraftwerk Fukushima. Mehrere schwerwiegende Reaktorunfälle folgten.
Die japanische Bevölkerung lebt permanent mit dem Risiko von Naturkatastrophen.
Es ist eine ständige Hab-Acht-Stellung nach der Vorgabe von Uranus-Pluto. Viele Gebäude, Tempel- und Parkanlagen weisen auf Schutzmöglichkeiten im Falle von Erdbeben hin.

Nach meiner Wahrnehmung sitzt vor allem das Trauma der Atombombenkatastrophen noch immer in den Knochen der Menschen und prägt deren Alltag (Absteigender Mondknoten Steinbock).
Fukushima mag es wieder ins Bewusstsein geholt haben.
Am 24. November dieses Jahres kehrt die Mondknotenachse auf 08°54' Krebs-Steinbock zurück und schwingt somit auf die gleiche Energie ein wie am 6.August 1945.
Uranus im Stier wird dann einer Mond-Mars-Konjunktion im Skorpion gegenüberstehen.
Saturn und Pluto im Steinbock bringen all das aus dem Schatten an die Oberfläche und auf den Prüfstand unserer Realität, was noch nicht gesehen und integriert wurde.
Der aufsteigende Mondknoten im Krebs bietet die Möglichkeit, all das Leid und den Schmerz der Menschen zu verarbeiten - in einem Land, in dem die Menschen höflich und zurückhaltend lächeln und ihre Emotionen verbergen. 



             «Die Freisetzung der Atomkraft hat alles verändert,
                         außer unsere Art des Denkens…
       die Lösung dieses Problems liegt im Herzen der Menschheit.
    Wenn ich das nur geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.»
                                      Albert Einstein

Fotos Heide Trautmann
Der Artikel darf ungekürzt und mit Angabe der Quelle weitergegeben werden.  

Blieskastel, 5. August 2019
Heide Trautmann