Sonntag, 24. Januar 2016

Christrose, schwarze Nieswurz - Helleborus niger






Die Christrose gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse Ranunculáceae

Neben der schwarzen Nieswurz kennen wir weiterhin die stinkende Nieswurz
Helléborus foetidus sowie die grüne Nieswurz Helléborus viridis.

Die Bezeichnung Nieswurz lässt erkennen, dass die Wurzel der Pflanze früher als Niespulver verwendet wurde.
Die Christrose wächst in den Ost- und Südalpen.

Inzwischen hat sie sich in unseren Gärten niedergelassen. Sie bevorzugt kalk- und humusreiche und steinige Böden.
 

Die Christrose erhielt ihren Namen,weil sie in unseren Breiten bereits um die Weihnachtszeit blühen kann.
Weitere Namen sind Christblume
und Schneerose.
Die 5 Blütenblätter sind weiß bis rosa und zeigen die Signatur der Venus. (Die Bewegungen der Venus um die Sonne nehmen die Form einer Blüte mit 5 Blättern an
.)


Inhaltsstoffe:
Das Saponin Helleborin und Protoanemonin

Wirkung:
Die Christrose ist hochgiftig. Der Verzehr von 3 reifen Samenkapseln kann zu schweren Vergiftungen führen. Der Name Helleborus stammt aus dem griechischen helein – töten und bora-Speise.
Symptome der Vergiftung: Übelkeit, Durchfall, Entzündung der Mundschleimhaut, Herzrhythmusstörungen, Atemnot, erweiterte Pupillen und starker Durst.
Bei Tieren von Hamster über Vögel bis zu Pferden können bei einer Vergiftung Beschwerden von Durchfall, Erbrechen, Koliken, nervöse Erregung sowie Lähmung auftreten.

Heilwirkung:
Für die homöopathische Anwendung wird der getrocknete Wurzelstock verwendet.
Das isolierte Hellebrin wirkt ähnlich wie Digitalis auf das Herz.
Saponin reizt die Schleimhäute und führt zu heftigem Erbrechen und Darmentzündungen. Früher wurde daraus Niespulver hergestellt. Heute findet es Verwendung bei Durchfall, Nierenentzündung, Hirnhautentzündung und Psychosen.

Geschichte:
Schon Hippokrates hat die Nieswurz als abführendes und harntreibendes Mittel eingesetzt. Aus der Geschichte geht die Anwendung bei Geisteskrankheiten hervor.
Die Nieswurz wurde zur vielfältigen Reinigung und Entgiftung eingesetzt:
Durch die abführende Wirkung sollten Nierenbeschwerden, Harnstau, Wassereinlagerungen gelöst werden. Das Erbrechen brachte eine Reinigung und Entlastung im Verdauungsbereich.
Das Niesen sollte schädlichen Schleim ausscheiden und außerdem den Geist anregen und reinigen.
Die reinigende Wirkung der Nieswurz findet sich schon bei den Hippokratischen Heilmethoden, wobei namentlich sowohl die weiße wie auch schwarze Nieswurz Verwendung findet. Die Beherrschung des giftigen Helleborus war nur ausgewiesenen Reinigungspriestern vorbehalten. Die Nieswurz vermochte nach geheimen Riten die innere „Befleckung“ an sich zu ziehen und nach außen zu befördern. Zauberpapyri gingen von einer ähnlich magischen Wirkungsweise aus: Neben Krankheiten sollten auch böse Geister und Dämonen ausgeniest werden. Schwermütige sollten die Wurzel zusätzlich um den Hals tragen. Eine im positiven Sinne reinigende Wirkung des Geistes kann aber nach Plinius ebenfalls durch die Verabreichung von Nieswurz zur Schärfung der Sinne und des Verstandes erreicht werden.
Durch heftiges Reiben der Wurzel in der Nase sollte so durch Niesen überschüssiger und schädlicher Schleim den Körper verlassen. Nach antiker Säftelehre wurden nervöse Störungen und psychische Leiden durch ein Übermaß an schwarzem, bitterem Schleim verursacht, das man durch Niesen am besten reduzieren könne. Die Christrose wurde daher ferner als Medizin gegen Kopfschmerzen, Epilepsie und Wahnsinn eingesetzt.“ Quelle Bibliothek Uni Regensburg.
 Klassische Homöopathie und Astromedizin:
Leitsymptome:
  • Histiotrope Beziehung zum Zentralen Nervensystem A N sowie zur Niere g X
  • Somnolenz (Benommenheit) G, Apathie, Stupor (Starrezustand des Körpers bei wachem Bewusstsein)
  • Zustand nach Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute)
  • Ödemneigung G
  • Adynamie (Erschöpfung, Antriebslosigkeit) G
  • Geistige Demenz G, Psychose A, Epilepsie hSA, Meningismus h xN
Indikationen:
  • Geistige Demenz G, Psychose A, Epilepsie hSA, Meningismus h xN
  • Herzschwäche Gs, kardiale Ödeme Gs, Stauung der Lunge hSv, Herzrhythmusstörungen sSA, Atemnot SA, Kollapsneigung hSAs
  • Nierenentzündung hX, Nierenbeckenentzündung hXC, Blasenentzündung hC , renale Ödeme GX, EPH- Gestose GX, Muskelzuckungen hSA, Krampfneigung hSA
    Heide Trautmann

    Quellen:
    • Der Kosmos Heilpflanzenführer, Peter und Ingrid Schönfelder, Franckh-Kosmos Verlags- GmbH & Co, Stuttgart, ISBN 3-440-06954-0
    • Praxis der Homöopathie, Kurzgefasste Arzneimittellehre für Ärzte und Apotheker, Markus Wiesenauer, Hippokrates Verlag Stuttgart, ISBN 3-7773-0721-1

    Diesen Artikel habe ich auf Wunsch von Helga Sobek für den IFA Newsletter geschrieben.
    Frau Sobek veranstaltet seit Jahren mit großem Engagement und viel Herzblut die IFA-Jahrestreffen in Speyer (Internationale Freundeskreis Astrologie).
    Ich habe die Ehre, mich neben vielen geschätzten KollegenInnen auf diesen Jahrestreffen mit Vortrag und Workshop vorstellen zu dürfen.

    Hier die Adresse für alle, di sich für diesen interessanten Newsletter anmelden möchten: Helga.Sobek@gmx.de   IFA Newsletter



    Blieskastel, 24. Januar 2016
    Heide Trautmann

    Info Online-Ausbildung Astromedizin www.sofengo.de/w/82656


    Samstag, 12. Dezember 2015

    Mistel - Viscum álbum

    Die Mistel gehört zur Familie der Mistelgewächse Viscáceae
    Weitere Bezeichungen: Druidenfuß, Hexenkraut, Donnerbesen, Bocksfutter, Geißkraut, Hexenbesen, Wintergrün, Hexennest, heiliges Kreuzholz, Vogelkraut, Immergrün, Wintersamen.

    Sie kommt in Europa, Asien und Nordafrika vor und lebt in Gegenden mit hoher

    Luftfeuchtigkeit.


    Shutterstock.com
    Die Mistel lebt als Schmarotzer auf verschiedenen Bäumen.
    Sie kommt in 3 Sippen vor:

    • Laubholz- Mistel, oft auf Apfelbäumen und Pappeln 
    • Tannen- Mistel 
    • Kiefern- Mistel

      Die Mistel ist eine Pflanze mit nestartigem Wuchs in einem gabelig verzweigten, zweihäusigem Strauch von bis zu 1 m Durchmesser.
      Ihre Blätter sind gelbgrün, ledrig, länglich mit schwachen Längsadern.
      Sie trägt entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten.

    Blütezeit März bis April
    Fruchtreife November bis Dezember




    Die Frucht ist erbsengroß und besteht aus einer weißen oder cremefarbenen Beere mit schleimig, klebrigem Inhalt.

    Inhaltsstoffe
    Viscotoxin, Cholin, Saponine, Flavonoide, Harze, Lectine.
    Weitere Inhaltsstoffe sind Glykoproteine (Letine), Histamin, Polysaccharide und Triterpene.

    Heilwirkung
    Sie ist in Präparaten gegen zu hohen Blutdruck und Arteriosklerose enthalten.
    Intravenös wird sie auch gegen Gelenkleiden und als Unterstützung in der Krebstherapie eingesetzt.

    Mythologie
    Die Mistel war bereits in der Antike als Heilpflanze bekannt.
    Hippokrates setzte ihre Blätter gegen Milzsucht ein, Plinius verwandt sie bei Epilepsie und Schwindel.
    Nach einer Überlieferung von Plinius „zogen die keltischen Priester am 6. Tag vor Neumond weiß gekleidet in den Eichenhain und schnitten mit einer goldenen Sichel die Mistel. Sie wurden in einem weißen Mantel aufgefangen. Dann schlachtete man zwei weiße Stiere und weihte unter Gebeten die Zweige. Unter den Trank getan, sollten sie alle unfruchtbaren Tiere fruchtbar machen und das Heilmittel gegen alle Gifte sein.

    Der Mistelzweig sollte dem Helden Äneas den Zugang zur Unterwelt öffnen.

    Vögel tragen den Kot mit den Mistelbeeren hoch in die Bäume, wo sie kleben bleiben und keimen können. 
    Die Germanen hielten die Mistel für heilig, weil sie glaubten, sie sei vom Himmel gefallen.

    Gemäß der germanischen Mythologie tötete der blinde Wintergott Hödor den Sommergott Balder mit einer Mistelpflanze. Dies symbolisiert den Tod und die winterliche Erstarrung. Doch der immergrüne Mistelzweig hält die Verbindung zum wieder beginnenden Leben aufrecht.

    Die Wiedergeburt des Sommergottes Balder feierten die Germanen. Im Rahmen der Christianisierung wurde aus diesem Fest Weihnachten. Das erklärt das Aufhängen eines Mistelzweiges an Weihnachten. Ein Kuss unter dem Mistelzweig soll einem Paar 7 Jahre Glück bringen.

    Der goldene Zweig der Druiden kam von einer Mistel und sie war im Zaubertrank der Druiden enthalten. Er soll Mut, Kraft und Unbesiegbarkeit bringen.

    Die Mistel war im Mittelalter eine geschätzte Heilpflanze. U. a. wendeten sie Hildegard von Bingen und Paracelsus gegen Brust- und Lungenleiden sowie Epilepsie an.

    Eichenmistel wurde als Pulver zur Erleichterung der Geburt eingesetzt.

    Im Volksglauben konnte man mit der Mistel Dämonen abwehren. Sie sollte das Haus vor Unglück und das Vieh vor Behexen schützen. Mit der Haselmistel konnte man als Rute vergrabene Schätze aufspüren und mit der Eichenmistel Schlösser öffnen.

    Anwendung in der Homöopathie
    Leitsymptomatik und Indikationen:

    • Funktiotrope Beziehung zum Herz- Kreislauf-System, den Atemwegen sowie zum Stütz- und Bewegungsapparat 
    • Kopfschmerzen, Migräne 
    • Arteriosklerose, Hypertonie (Bluthochdruck), Angina pectoris, Herzrhythusstörungen, Schwindel, Ohnmachtneigung 
    • Rheumatisch- neuralgischer Formenkreis 

    Mistel und Krebs
    Die Beeren der Mistel sind unverdaulich und werden mit dem Kot der Vögel ausgeschieden.

    Über diesen Kot gelangen sie auf die Äste ihrer Wirte. Der Keimling dringt mit seinen umgewandelten Wurzeln in die Baumrinde ein und arbeitet sich dort zu den Leitungsbahnen des Astes vor. Mit den Hautorien, seinen Saugorganen, zapft der Keimling die Leitungsbahnen seines Wirtes an und entzieht ihm Wasser und Nährstoffe.

    Befallene Äste von Laubbäumen verkümmern bei starkem Befall und sterben langsam ab.

    Tannen reagieren empfindlicher. Hier kann die Mistel durch eine schnelle Ausbreitung auf geschwächten Bäumen schon nach wenigen Jahren zum Absterben der Tanne führen.

    Die Misteltherapie wird in der anthroposophischen und Komplementär- Medizin eingesetzt und geht auf Erkenntnisse von Rudolf Steiner zurück.

    Rudolf Steiner erwähnte 1916 erstmals die Therapiemöglichkeit von Krebs durch Mistelpräparate. Er entdeckte die Analogien zwischen dem Wachstum von Tumoren und der Mistel ebenso wie Gegenkräfte in der Mistel, die sich in der Krebstherapie heilend auswirken können.

    Nach der Signaturenlehre lässt sich die Heilwirkung einer Pflanze auch aus ihrem Aussehen erschließen: Mistelpflanzen als Baumparasiten gelten demnach als geeignete Mittel gegen Erkrankungen, die wie Krebs als "Parasit" des Menschen verstanden wurden.

    „Mistelpräparate gehören zu den am häufigsten angewandten Krebsmitteln in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zur Krebsbehandlung zugelassen sind wässrige Extrakte aus Mistelpflanzen, die in oder unter die Haut gespritzt werden sollen. Auch die Gabe in eine Vene wird von einigen Herstellern als Behandlungsmöglichkeit angegeben. Einige Therapeuten haben auch schon Versuche mit Injektionen direkt in Tumore durchgeführt. Es gibt weitere Mittel, die Mistelextrakte enthalten, zum Beispiel Tropfen oder Tees. Diese sind aber nicht für die Krebstherapie zugelassen.“www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/mistel.php

    Astromedizin
    Aus astrologischer Sicht finden sich Hinweise auf Neptun und Pluto, wobei ich die wesentliche Heilwirkung in Neptuns Energien sehe.
    Es ist Neptuns Energie, die Adrenalin und den Blutdruck senkt, Herz und Kreislauf entkrampft und entspannt und den Bewegungsapparat wieder beweglicher macht.


    Kopfschmerzen und Epilepsie entstehen durch Hochspannung, Verkrampfung und Entladung im Gehirn (Mars-Saturn-Uranus). Auch hier sorgt die Mistel mit der Energie von Neptun für Entspannung.
    Die Pflanze öffnet Schlösser, den Zugang zur Unterwelt (Pluto)und erleichtert den Geburtsvorgang(Pluto).
    Hier ordne ich Neptun zu, der den Zugang und Übergang zu Pluto erleichtert.
    Pluto, tief im Unterbewusstsein, mit einem Ventil von Tabus verschlossen, wird durch Neptuns Kraft sanft geöffnet.

    Die Beere mit dem zäh klebrigen Schleim (Neptun) keimt in den Ästen und saugt dort die Leitungsbahnen des Baumes aus. Das Bild eines Baumes, der von Misteln besetzt ist, erinnert an den menschlichen Organismus, der über die Lymphbahnen (Neptun) mit Metastasen (Pluto) befallen ist. Hier wird die Analogie zur Krankheit Krebs und Pluto deutlich. Hier deckt sich mein Verständnis mit der Signaturenlehre von Rudolf Steiner.
    Die Schwächung eines befallenen Baumes durch einen Parasiten entspricht Neptun, das Absterben hingegen Pluto.


    Quellen:
    „Was blüht denn da?“, D. Aichele und M. Golte-Bechtle,
    Franckh-Kosmos Verlags- GmbH & Co, Stuttgart, ISBN 3-440-07244-4
    Der Kosmos Heilpflanzenführer, Peter und Ingrid Schönfelder, Franckh-Kosmos Verlags- GmbH & Co, Stuttgart, ISBN 3-440-06954-0 
    Das praktische Buch der Heilpflanzen, Manfred Bocksch, BLV Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 3-405-14937-1


    Blieskastel, 12. Dezember 2015
    Heide Trautmann


    Diesen Artikel habe ich auf Wunsch von Helga Sobek geschrieben.
    Frau Sobek veranstaltet seit Jahren mit großem Engagement und viel Herzblut die IFA- Jahrestreffen in Speyer (Internationaler Freundeskreis Astrologie).
    Ich habe die Ehre, mich neben vielen geschätzten KollegenInnen auf diesen Jahrestreffen mit Vortrag und Workshop vorstellen zu dürfen.
    Hier die Adresse für alle, die sich für diesen interessanten Newsletter anmelden möchten: Helga.Sobek@gmx.de IFA Newsletter   




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    Sonntag, 11. Oktober 2015

    Eberesche - Sorbus aucuparia

    Im Volksmund heißt die Eberesche Vogelbeere. 
    Vögel lieben ihre Früchte.
    Sie wächst als Busch, aber auch als zierlicher Baum bis zu 16 m. hoch. 
    Die Eberesche kommt in Mittel- und Nordeuropa vor, ist sehr widerstandsfähig und wächst im Gebirge bis zur Baumgrenze.


    Sie gehört nach dem keltischen Baumkreis zu den Lebensbäumen. Den Menschen dieses Zeichens wurden Lebensfreude und Anpassungsfähigkeit zugeordnet.
    Heilige Stätte wie Orakel und Richtplätze wurden mit diesem Baum bepflanzt.
    Die Eberesche galt als Schutzbaum gegen Blitzschlag und Hexenzauber.
    Auch in Schottland und Schweden sollte sie Mensch und Tier vor Hexen, bösen Geistern und Krankheiten bewahren.
    Die Germanen weihten sie Thor als heiliger Baum.

    Die Eberesche wurde 1997 in Deutschland zum Baum des Jahres erklärt.
    Der Mythologie gemäß gewährt sie Einblick in die Zukunft und zeigt drohende Gefahren.
    Sie gilt als gütiger Baum - bietet Halt, Schutz und Unterstützung in der Not.

           
    Von Mai bis Juni erkennen wir die Eberesche an ihren weißen Blüten in
    Doldentrauben.
    Die reifen Früchte, die Vogelbeeren, können von Juli bis Oktober gesammelt werden.
    Nach dem ersten Frost ist ihr Geschmack weniger bitter.




    Foto: Shutterstock.com


    Wirkstoffe
    Vitamin C, Gerbstoff, Sorbitol, Sorbitansäure, Parasorbinsäure, Bitterstoff, Pektin

    Heilwirkung
    Ihre Heilwirkung bezieht sich insbesondere auf das Verdauungs- und Atemsystem.

    Getrocknete Beeren stärken durch ihren hohen Vitamin-C-Gehalt das Immunsystem, unterstützen den Aufbau von Bindegewebe und Knochen.
    Durch ihre Bitterstoffe und Gerbstoffe unterstützt die Vogelbeere das Verdauungssystem.
    Parasorbinsäure ist leicht giftig und kann bei übermäßigem Genuss der frischen Beeren zu Magenproblemen und Durchfall führen. 5 bis 8 rohe Beeren täglich sind unbedenklich.
    Durch das Kochen wird die Parasorbinsäure zu Sorbinsäure abgebaut; die Beeren werden gut verträglich.
    Rohe Früchte fördern Stuhlgang und Stoffwechsel und entwässern. Getrocknete Früchte dagegen haben sich bei Durchfall bewährt.

    Die Beeren enthalten Sorbit, das früher als Zuckeraustauschstoff für Diabetiker verwandt wurde. Außerdem senkt Sorbit intravenös gespritzt den Augeninnendruck bei einem Glaukom.

    Provitamin A wird im Körper in Vitamin A gewandelt und unterstützt die Sehkraft.

    Selbst die getrockneten Blätter und Blüten entfalten ihre Heilwirkung; als Tee werden sie gegen Husten, Bronchitis und Magenprobleme und anderen Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

    Die Beeren lösen selbst zähen Schleim von den Stimmbändern und halten diese so geschmeidig. Das Kauen von 3-5 Beeren hat sich bei Rednern und Sängern bewährt.
    Wir können uns diese Wirkung der Beeren bei Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit zunutze machen.

    Gegen Rheuma und Gicht kann man die getrockneten Beeren kauen.
    Aus astromedizinischer Sicht finden sich die wesentlichen Wirkungsbereiche der Blätter, Blüten und Früchte der Eberesche auf dem variablen Kreuz;
    Die Zeichen Stier und Krebs sind durch die Schleimbildung (Fische/Neptun)
    auf den Stimmbändern sowie die Verletzbarkeit der Magenschleimhaut (Fische/Neptun) betroffen.


    Diesen Artikel habe ich auf Wunsch von Helga Sobek geschrieben. 
    Frau Sobek veranstaltet seit Jahren mit großem Engagement und viel Herzblut die IFA- Jahrestreffen in Speyer (Internationaler Freundeskreis Astrologie). 
    Ich habe die Ehre, mich neben vielen geschätzten KollegenInnen auf diesen Jahrestreffen mit Vortrag und Workshop vorstellen zu dürfen. 
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    Blieskastel, 15. September 2015
    Heide Trautmann


    www.astromedizin.info
    Info zur Online - Ausbildung Astromedizin:
    www.sofengo.de/w/82656


    Donnerstag, 16. Juli 2015

    Heilung im Einklang mit dem Kosmos - Saturn Skorpion


    Saturn Skorpion - Zeit für eine Darmsanierung

    Saturn bewegt sich zurzeit aus unserer Sicht rückläufig durch den Skorpion und wird am 2.August auf 28°17' wenden.
    Am 18.September wechselt Saturn in den Schützen.


    Die Zeit der Rückläufigkeit können wir nutzen, um all das loszulassen, was uns auf unserem Weg behindert und nicht mehr zu uns gehört.


    Auf der körperlichen Ebene empfehle ich eine Darmreinigung.
    80 % unseres Abwehrsystems, die B-Lymphozyten, befindet sich im Darm. Diese Lymphozyten erfüllen als "unser Geheimdienst" eine lebensnotwendige Funktion, indem sie Antikörper als Immunantwort bilden.
    Ein gesunder Darm ist die Grundlage für eine gesunde Abwehr.

    Das Venenblut aus dem Darm fließt über die Pfortader direkt zur Leber und wird dort entgiftet.

    Mit einer Darmreinigung bzw. Darmsanierung entlasten wir somit bereits vorbeugend die Leber, die bei entsprechender Disposition ab 18. September mit Saturn im Schützen Aufmerksamkeit fordert.

    Foto:Shutterstock.com


    21.6.2015      18:39    Sonne Krebs
    24.6.2015      13:36    Chiron R 21°33' Fische
    24.6.2015      15:34    Mars Krebs
    02.7.2015      04:21    Vollmond 09°55' Steinbock
    08.7.2015      20:53    Merkur Krebs 

    15.7.2015      16:12    Mars Krebs Opposition Pluto R Steinbock 
    16.7.2015      03:25    Neumond 23°14' Krebs
    16.7.2015      01:39    Merkur Krebs Opposition Puto R Steinbock
    19.7.2015      00:39    Venus Jungfrau
    23.7.2015      05:32    Sonne Löwe



    Hier einige Empfehlungen aus der Praxis:


    Ayurvedische Heißwasserkur
    Entgiften leicht gemacht durch 10 Tage heißes Wasser trinken.
    2 Liter Wasser 10-15 Minuten kochen und noch heiß in die Thermoskanne füllen.
    Über den Tag verteilt trinkt man halbstündlich eine halbe Tasse dieses Wassers. Durch den Kochvorgang hat das Wasser seine Struktur verändert und unterstützt den Körper durch die Verbesserung der Wirkstoffaufnahme, und durch die Ausleitung von Giften.
    Sie können dazwischen ganz normal essen und trinken.


    Entgiften mit Algen
    Lösen und binden:
    Quecksilber
    Radioaktive Stoffe
    Kadmium
    Blei

    Enthalten:
    Hochwertiges Eiweiß
    Vitamine, Mineralien und
    Spurenelemente


    Darmreinigung nach Gray
    Massebilder:
    Flohsamen-Schalen
    Inulin (aus Chicoréewurzel) Löwenzahnwurzel
    Spirulina-Algen
    Gewürznelken
    Vitamin B 5

    Kräutertabletten:
    Rosmarin
    Vogelmiere
    Holunderbeeren
    Nelken
    Baumwollsaatöl
    Spitzwegerich
    Maisfadenextrakt
    Irisch Moos
    Verdickungsmittel Guargummi


    Sanfte Darmbürste
    Vollkornreispulver 100% pur
    Flohsamenschalenpulver
    Erdmandelpulver und feinst gemahlenen OPC-Traubenkerne

    1.000 g für ca. 4-6 Wochen


    Hier der Link zu einem Webinar: Entgiften mit kosmischer Unterstützung 

    Sonntag, 7. Juni 2015

    Belladonna - Erfahrungen aus der Praxis

    Belladonna

    Schwarze Tollkirsche, Átropa bélla-dónna


    Shutterstock.com

    Die Tollkirsche ist ein Nachtschattengewächs - Solanaceae

    Ihre glockigen Blüten sind 2,5 – 3,5 cm lang, außen braunviolett, innen gelbgrün.
    Belladonna bevorzugt basen- und stickstoffsalzeiche Böden auf Kalk- oder vulkanischem Gestein, ist an Waldrändern und lichten Waldwegen zu finden.
    Die Pflanze enthält stark giftige Alkaloide, vor allem Hyoscyamin, Scopolamin und vorwiegend in den Beeren Atropin, weiterhin Phytosterin und Cholin.
    Durch Atropin vergrößern sich die Pupillen. In diesem Zusammenhang wurde ihr Saft in der Augenheilkunde zur Pupillenerweiterung eingesetzt.
    Die Pflanze wurde früher zu kosmetischen Zwecken eingesetzt; als Rouge für die Wangen. Der Saft wurde in die Augen geträufelt, um mit großen, dunklen Augen zu verführen.    bela-donna lat. Schöne Frau
    Die Pflanze ist tödlich giftig.
    Die kugelige, glänzend schwarze Beere blüht von Juni bis August.



    Foto: Armin Zumbusch


    Giftwirkung:

    Hyoscyamin und Atropin haben 
    • eine lähmende Wirkung auf die Nervenendungen des Parasympathikus. In diesem Zusammenhang wurde es bei Übererregbarkeit zur Beruhigung eingesetzt.
    • eine krampflösende Wirkung der Belladonnaextrakte bei Spasmen im Magen-Darm-Bereich, der Gallen- und Harnwege und bei Bronchialasthma.
    • Sekretionseinschränkung der Speichel- und Schweißdrüsen und der Schleimdrüsen der Atemwege und des Magendarmbereichs  
      (1)

    Geschichte und Volksglaube

    In den Zeiten von Hildegard von Bingen war Belladonna als Teufelspflanze bekannt. Sie wurde äußerlich bei Geschwüren aufgelegt.
    In Osteuropa wurde sie als Mittel bei Gicht, Lähmungen und als Abortivum eingesetzt.

    Im Volksglauben galt Belladonna als Zauberpflanze.
    Ihre Wurzeln wurden in Zeremonien ausgegraben und ein Liebestrank daraus zubereitet. Sie wurde ebenfalls als Amulett um den Hals getragen, um die Zuneigung der Menschen zu erlangen. (2)
    Bei Überdosierung ruft Belladonna u.a. starke Aufregung, Bewusstseinstrübung und Halluzinationen hervor.
    "Nach Ansicht des Pharmakologen Schenk beginnt die Wirkung mit bewusstseinserweiternden Wahrnehmungen und kann bei falscher Dosierung mit völliger Betäubung und Tobsuchtsanfällen enden."(3)


    Aus Bestandteilen von Belladonna (Tollkirsche), Stramonium (Stechapfel) und Hyoscyamus (Bilsenkraut) wurde eine Hexensalbe hergestellt. Im 15. und 16. Jahrhundert tauchten in wissenschaftlichen und volkstümlichen Schriften die Rezepte zur Herstellung einer Hexensalbe auf. Die Inhaltsstoffe lösten Halluzinationen und erotische Träume aus.

    Quellennachweis:
    1) Der Kosmos-Heilpflanzenführer, Peter und Ingrid Schönfelder, ISBN 3-440-06954-0
    2) Das praktische Buch der Heilpflanzen, Manfred Bocksch, ISBN 3-405-14937-1
    3) Hexen, Katalog zur Ausstellung, Arbeitsgruppe "Hexen", Hamburgisches Museum für Völkerkunde





      Belladonna in der Praxis

    Fallbeispiel:

    Planetenkomplex und Zuordnungen:

    Aufgrund meiner Erfahrungen in der Praxis ordne ich dem Arzneimittel Belladonna im Wesentlichen die Planetenverbindung von Mars und Pluto zu.
    Bei diesem Beispiel ist zunächst die persönliche Betonung des Tierkreiszeichens Widder durch Sonne und Merkur zu erwähnen.

    Der Regent des Archetypen Widder, der Planet Mars im Wassermann, zeigt die Dispositionen im Bereich des Zentralen Nervensystems an:

    • Hyperaktivität
    • Reizbarkeit
    • Neigung zu Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse)
    • Hypertonie (Bluthochdruck)
    • starkes Schwitzen
    • plötzliches hohes Fieber
    • Schwindel

    Durch die weitere Verbindung von Mars und Saturn im Wassermann lässt sich die Krampfneigung im zentralen Nervensystem erkennen, eine Disposition für:

    • Migräne
    • Fieberkrampf
    • Asthma
    • Epilepsie

    Nun kommt ein weiterer wichtiger Aspekt zum Planetenkomplex hinzu:

    Mars Wassermann steht in direkter Spannung zu Mond/Pluto Skorpion.
    Belladonna ist ein Nachtschattengewächs.
    Das Zeichen Skorpion, der Planet Pluto und das 8. Haus stehen für den Schatten, für das Unterbewusstsein.  

    Im Schatten liegen Gewalterfahrungen. 
    Die Verbindung von Mars und Pluto zeigt ein extremes Potential an, Dinge zu erschaffen, aber auch zu zerstören.
    Die Spannung zu Mond/Pluto Skorpion in Haus 4  lässt erkennen, dass diese Patientin ihren Konflikt aus ihrer Herkunftsfamilie mitbringt. 

    Mond- in diesem Fall durch die Mutter verkörpert- verbindet bzw. verbündet sich mit Pluto, um ihrer Familie das Überleben zu sichern.

    Mond im Skorpion bildet instinktgesteuert eine tiefe Verbindung, eine verschworene Überlebensgemeinschaft mit dem Kind, da aus dem Begegnungsfeld - Mars und Saturn Wassermann 7 - ein gewaltsamer, plötzlicher, unvorhergesehener Übergriff droht.
    Sobald das limbische System (Skorpion, Pluto, 8. Haus) ein entsprechendes Signal durch die Sensoren des Zentralen Nervenystems (Wassermann, Uranus, 11. Haus) erhält, wird vom System Adrenalin freigesetzt, um Aktionspotential für Angriff oder Flucht zur Verfügung zu stellen.

    Dieser tiefenpsychologische Hintergrund lässt auf entsprechende Erinnerungen im limbischen System der weiblichen Ahnen schließen. Bei diesen Konstellationen frage ich regelmäßig nach den Erfahrungen der Großmütter, speziell im 2. Weltkrieg. Ich beobachte immer wieder, dass sich Erfahrungen erst in der übernächsten Generation zeigen. Das bedeutet, dass die ungelöste Problematik der Großeltern von der Generation der Enkel- den Schwächsten im System- auf dem Tablett serviert werden.

    Viele dieser Gewalterfahrungen aus dem 2. Weltkrieg sind im Schatten geblieben, wurden tabuisiert.

    In diesem Zusammenhang fiel mir ein Buch von Bert Hellinger in die Hände: "Liebe am Abgrund".

    Darin dokumentiert Bert Hellinger seine Erfahrungen mit Psychose-Patienten:
    "Die im Geheimen wirkende Familiendynamik zeigt sich hier oft als Gegensätzlichkeit scheinbar unversöhnlicher Impulse. Dabei erwiesen sich schuldhafte Verstrickungen während des Dritten Reiches oder im Zusammenhang mit Kriegsgeschehnissen, aber auch verleugnete Schuld in anderen Zusammenhängen für die Nachkommen als besonders schicksalsträchtig."

    Eine entsprechende Familiengeschichte kam hier ans Licht.

    Der Großvater war bei der Waffen-SS, was aber nach dem Kriegsende tabuisiert und den Nachkommen verschwiegen  wurde.
    Der Vater war an einer Psychose erkrankt.
    Nun können wir die väterliche Ahneninformation - Sonne Widder im 9. Haus - als Soldat im Auslandseinsatz identifizieren.

    Mich beeindruckt die Schicksalhaftigkeit in der Begegnung dieser Eltern.
    Beide bringen aus ihrem jeweiligen Familiensystem Kriegserfahrungen mit, die sich in ihrer Polarität gegenüber stehen, unvereinbar scheinen, durch das Krankheitsgeschehen bei der Tochter sichtbar werden und zur Lösung drängen.
    Neben einer Konstitutionsbehandlung mit Hochpotenzen der Belladonna empfehle ich bei diesem Hintergrund eine systemische Therapie.

    Mein Motto:
     Integrieren statt Eliminieren.
    Nur so kommt es zur ganzheitlichen Heilung.


    Abschließend noch ein Auszug aus der Anamnese und eine Aufzählung der Symtome, wegen der die Mutter seinerzeit Unterstützung für ihre Tochter durch die klassisch homöopathische Therapie suchte:
    • motorische Unruhe - Mars Wassermann
    • mit 1 Jahr gekrampft - Mars/Saturn Wassermann
    • mit 4 Jahren öfter gekrampft
    • Fieberkrämpfe - Sonne/Merkur Widder, Mars/Saturn Wassermann
    • im EEG Krampffokus im Sprachzentrum festgestellt- Mars/Saturn Wassermann, Merkur Widder
    • Augen verdreht, Schaum vor Mund, alles gezittert
    • unvorsichtig, wagemutig,
      Haare ausgerissen, brutal, grob, unvorsichtig
    • Wird wild, schreit, schlägt um sich, wenn sie wütend ist
    •  sehr aktiv, schwer zu bändigen, hat Leute gebissen
    • Kribbeln im ganzen Körper bei Nervosität
    Wir können diese Symptome leicht dem astrologischen Planetenkomplex zuordnen. Und wer mit homöopathischen Arzneimitteln vertraut ist, wird schnell das Bild von Belladonna erkennen.

    Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass weder die astrologische Interpretation noch die Würdigung des Arzneimittelbildes einen Anspruch auf Vollständigkeit haben.

    Ich wünsche mir allerdings, dass der praktische Nutzen der astromedizinischen Kenntnisse in der Therapie durch dieses Beispiel deutlich wird.
    Insbesondere die Erkenntnisse über die unterbewussten Prinzipien, d.h. der tiefenpsychologische Hintergrund eines Krankheitsgeschehens,  sind sehr hilfreich bei einer ganzheitlichen, aufdeckenden Therapie.

    In diesem Fall war die Arzneimittelfindung aufgrund der Leitsymptome nicht schwer. In den beiden folgenden Beiträgen über Stramonium und Hyoscyamus werde ich deutlich machen, wie sehr die Einbeziehung von  Planetenkomplexen die Wahl des Arzneimittels erleichtern kann.


    Blieskastel, 6 Juni 2015
    Heide Trautmann
    www.astromedizin.info


    Der Artikel kann vollständig und mit Angabe der Quelle weitergeleitet werden. 

    Info zur Ausbildung Astromedizin online:
    https://www.sofengo.de/w/82656






     


    Donnerstag, 30. April 2015

    30. April: Beltane -Walburgisnacht


    Beltane wurde bei den Kelten als Mondfest in der Nacht des ersten Vollmondes zwischen der Frühlings- Tagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende gefeiert.

    Frühlings- Tagundnachtgleiche 20. März 2015   23:46 Uhr MEZ
    Vollmond                                4. Mai  2015    5:43 Uhr MESZ
    Sommersonnenwende             21. Juni 2015    18:39 Uhr MESZ

    Im Verlaufe der Christianisierung wurde das keltische Fest durch die Feier zum Namenstag der Nonne Walburga am 1. Mai ersetzt. Walburga wurde von der katholischen Kirche als Schutzheilige für Zauberspuk und Hexenkunst ernannt.

    Traditionell galt die Nacht zum 1. Mai als Zeitpunkt für ein großes Treffen der Hexen auf dem Blocksberg.



    Die Hexen zu dem Brocken ziehn,
    die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün.
    Dort sammelt sich der große Hauf, 
    Herr Urian sitzt oben auf. 
    So geht es über Stein und Stock, 
    es farzt die Hexe, es stinkt der Bock. 

    (Johann Wolfgang von Goethe)

    Shutterstock.com


    Hexensalbe

    Im 15. und 16. Jahrhundert tauchten die ersten Hexenrezepte in Schriften auf.
    Am bekanntesten sind die Rezepte für "Hexensalben". Das Einreiben mit diesen Salben bewirkte bei den "Nachtfahrenden" (von nachts ausfahren, fliegen) die beschriebenen magischen Flugerlebnisse.

    Der Bonner Pharmakologe Fühner über die Hexensalbe:
    "Es kann kein Zweifel unterliegen, dass die narkotische Hexensalbe ihr Opfer nicht nur betäubte, sondern dasselbe den ganzen schönen Traum von der Luftfahrt, von festlichen Gelage, von Tanz und Liebe so sinnfällig nacherleben ließ, dass es nach dem Wiedererwachen von der Wirklichkeit des Geträumten überzeugt war...
    ...Außer den Solanazeen (Nachtschattengewächse) enthielten manche Salben auch Akonit (giftiger Bestandteil des Eisenhutes Aconitum Napellus)."
    aus Hexen, Katalog zur Ausstellung, Hochschule für bildende Künste Hamburg, Juni 1979

    Die Hexensalbe bestand hauptsächlich aus Substanzen folgender Nachtschattengewächse:

    • Tollkirsche - Atropa Belladonna
    • Stechapfel - Datura Stramonium 
    • Bilsenkraut - Hyoscyamus niger
    Diesen drei Pflanzen werde ich die folgenden Beiträge in diesem Blog widmen.
    Ich werde die homöopathischen Arzneimittelbilder vorstellen mit ihren astrologischen Zuordnungen und Erfahrungen aus der astromedizinischen Praxis 


    Samstag, 25. April 2015

    22. April 2015 Tag der Erde


    Shutterstock.com


    Ich sehe nur eine Erde. Oder könnt Ihr Grenzen sehen?
    Unser Mutterplanet ist ein lebendes Wesen. Sie nährt und trägt uns.
    Wir beziehen unseren Körper von ihr und werden ihn an sie zurückgeben.

    Ich bin sehr froh, auf diesem wundervollen, einzigartigen Planeten zu leben und wünsche mir so sehr, dass sie nicht weiter ausgebeutet und vergiftet wird.
    Ich denke, es ist dringend an der Zeit sie zu heilen.


    "Es geht um die Heilung der Erde. 
    Dies ist nur möglich, 
    wenn wir Menschen heil werden 
    und 
    wir uns mit unserer Vergangenheit versöhnen."

     
    Naupany Puma; Der Weg des Pachakutec- Time of Change
    www.naupanypuma.com




    Montag, 23. Februar 2015

    Ausbildung Astromedizin - Das Verdauungssystem

    Teil 4.1. Das Verdauungssystem aus astromedizinischer Sicht; 
    Erkrankungen von Mund bis Speiseröhre
    Foto: Shutterstock.com
    u.a.
    Aphten

    Pfeiffersches Drüsenfieber
    Speiseröhrenentzündung
    Hiatushernie


    Wann?    24. Februar 2015 20 Uhr
    Wo? Bei dir zuhause, verbunden mit meiner
           Online- Akademie

           www.sofengo.de/w/120494

    In dieser Ausbildung werden systematisch aufbereitete astromedizinische Grundlagen vermittelt:
    Anatomie, Physiologie, Pathologie der jeweiligen Organsysteme mit den jeweiligen astrologischen Entsprechungen in Planetenkomplexen.

    Die Erkenntnisse aus meiner langjährigen Forschungsarbeit, Beratungstätigkeit und klassisch homöopathischen Therapie werden praxisnah, interessant und lebendig vermittelt.


    An diesen Abenden der Online-Ausbildung stelle ich die jeweiligen Krankheitsbilder mit ihrem seelisch- geistigen Hintergrund sowie Therapieansätzen vor.   
                                                                                                                        Jedes Webinar kann einzeln gebucht werden.  

    Den TeilnehmernInnen stehen im Nachhinein Skripte, Videoaufnahmen und Präsentationen zur Verfügung, um den behandelten Stoff jederzeit nacharbeiten zu können.
    In Intensivgruppen üben und vertiefen wir in einem geschützten Rahmen anhand von anonymisierten Fallbeispielen. Die TeilnehmernInnen sind eingeladen, Daten aus ihrer Praxis zur Verfügung zu stellen.   

    Für den weiteren Austausch steht ein Forum zur Verfügung. 

    Als Vorbereitung auf diese Ausbildung sind die Grundlagen-Veranstaltungen zu Saturn, Chiron und Mondknoten geeignet.

    Allen Interessierten möchte ich den Infoabend zur Ausbildung empfehlen:
    www.edudip.com/w/82656

    Weitere Info:
    www.astromedizin.info

    Donnerstag, 18. Dezember 2014

    Jahresserie 2014 - der Schütze



    Die Sonne bewegt sich seit 

    22. November durch das Tierkreiszeichen Schütze. 

    Am 22. Dezember 2014 
    wird sie um 0.04 Uhr in den 
    Steinbock wechseln.









       Tag             MEZ
    22.11.14
    10:39
    Sonne Schütze

    13:33
    Neumond 00°07' Schütze
    24.11.14
    00:44
    Chiron D 13°05' Fische
    28.11.14
    03:27
    Merkur Schütze
    5.12.14
    00:58
    Mars Wassermann
    6.12.14
    13:28
    Vollmond 14°18' Zwillinge
    8.12.14
    21:42
    Jupiter R 22°38' Löwe
    10.12.14
    17:43
    Venus Steinbock
    17.12.14
    04:54
    Merkur Steinbock
    21.12.14
    23:46
    Uranus D 12°34' Widder
    22.12.14
    00:04
    Sonne Steinbock

    Entsprechungen in der Astromedizin

    Dem Schützen wird in der Astromedizin u.a. das Organ Leber zugeordnet.
    Der Planet Jupiter „regiert“ über das Tierkreiszeichen Schütze. Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Analog dazu ist die Leber unser größtes Organ. In der Leber staut sich Wut; vor allem auf uns selbst, wenn wir nicht den Weg der Erfüllung gehen. Hier zeigt sich die Spannung zur Jungfrau, die sich eher ängstlich und auf „sicherem „ Boden fortbewegen möchte. Mut, Expansion, Vertrauen und Fülle sind wichtige Grundprinzipien des Schützen.
    Entsprechend lassen sich die Krankheitsdispositionen ableiten: Wenn die innere Erfüllung fehlt, wird sie durch Körperfülle kompensiert. 


    Selbstverwirklichung

    Die Spannung zu den Zeichen Jungfrau und Fische zeigt weitere Zusammenhänge bei der Entstehung von gesundheitlichen Störungen.
    Das Schütze- Prinzip strebt nach Expansion und Selbstverwirklichung. Sicherheitsbedürfnis, Perfektionismus und Überanpassung des Jungfrau- betonten Menschen hemmen diese Entwicklung. Der unterschwellige Ärger über die unterdrückten Gefühle und Bedürfnisse sammelt sich in der Leber und lässt sie anschwellen. Wie der Volksmund schon sagt, ist einem verärgerten Menschen eine Laus über die Leber gelaufen oder die Galle läuft über. Der Gallenstoff wird in der Leber gebildet und dient der Fettverwertung. Die Galle hat lediglich eine untergeordnete Funktion der Aufbewahrung und Eindickung der Gallenflüssigkeit. Gallensteine sind eine häufige und typische Ausformung bei Frauen, die das Jungfrau-Prinzip in Form der gering geschätzten Hausfrauenarbeit unter Verzicht vieler eigener Bedürfnisse leben und den Ärger darüber als Gallensteine manifestieren.
    Zusammenfassend kann ich aufgrund meiner Erfahrung sagen: Der tägliche Ärger über relative Kleinigkeiten manifestiert sich in der Galle, die tiefe Wut über wesentliche Belange sitzt in der Leber.


    Die Fülle des Lebens
    In meiner Praxis habe ich einen Zusammenhang zwischen Saturn Jungfrau und Chiron-Aspekten zum Schützen beobachtet. Die Patienten konnten innere Fülle nicht annehmen, sich nichts gönnen und zeigten analog dazu eine Fettunverträglichkeit. 


    Suchtverhalten
    Die Spannung zum Tierkreiszeichen Fische zeigt eine weitere Variante der Krankheitsentstehung. Der Fische- betonte Mensch geht Konflikten lieber aus dem Weg und verdrängt deshalb seinen Ärger. Dieser Mechanismus mündet mitunter in Suchtverhalten. Der Mensch betäubt sich oder ertränkt seinen Ärger im Alkohol. Leberstörungen bis hin zur Zirrhose sind drastische Folgen.

    Kompensation

    Nun zu einem weitern wesentlichen Problematik aus astromedizinischer Sicht.
    Der Schütze strebt nach einer Weltanschauung mit Toleranz und Integrität aller möglichen Polaritäten. Sein Prinzip innerhalb der Persönlichkeitsentwicklung will Dualität – insbesondere die des gegenüberliegenden Zeichens Zwillinge – überwinden.
    Das führt häufig dazu, dass sich der Schütze mit einem schon zwanghaften Positivismus nicht mit den problematischen Seiten des Lebens konfrontieren will. Speziell die Konfrontation mit den eigenen Schattenanteilen durch seine Mitmenschen mag der Schütze gar nicht so, zumal er selbst gerne als Lehrmeister auftritt. Auf diese lästigen Konfrontationen reagiert der Schütze gerne mit dem Fluchtimpuls des Pferdes.
    So wird der kompensatorische Schütze durch Sportverletzungen, insbesondere durch Beschwerden des Ischias, an seiner Flucht gehindert. Der Nervenschmerz zwingt ihn zum Innehalten und reflektieren.

    Überwindung der Dualität
    Wenn sich die linke,weiblich- emotiolale Körperhälfte nicht mit der rechten, männliche- rationalen Körperhälfte im Gleichgewicht befindet, zeigt sich das in der Regel in einem Beckenschiefstand, einer Hüftdisplasie und unterschiedlichen Beinlängen. Unbehandelt führt dies im Laufe des Lebens zu starken Abnutzungserscheinungen in der Hüfte. Mithilfe der modernen Medizin und einem inzwischen angewachsenen Ersatzteillager werden zunehmend Hüftgelenke ersetzt, womit die Ursache natürlich nicht behoben ist.
    Um die gesunde Statik wieder herzustellen, empfehle ich beispielsweise die Behandlung mit Dorn-Breuss, Osteopathie oder auch Shiatsu.

    Sport als Therapie
    Viele Schützen, insbesondere Menschen mit Aszendent Schütze, neigen ohnehin zu sportlicher Betätigung. Rhythmische Bewegungen, insbesondere der Hüften, zu Klängen fremder Kulturen wirken harmonisierend und vorbeugend auf Hüften und Oberschenkel.
    Auch der tägliche Spaziergang im Wald mit einem Hund bringt Schütze- betonten Menschen Ausgleich. Schütze- Kinder brauchen ähnlich wie Jungpferde eine lange Leine und viel Freiraum für Abenteuer und Endeckungsreisen.
    Das therapeutische Reiten und der Umgang mit Pferden bringen gerade behinderten Kindern beachtliche fördernde Erfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten.

    Innere Erfüllung finden

    Auf der seelisch-geistigen Ebene ist es sehr wichtig, Askese und Schuldgefühle zu überwinden, um das Leben in seiner ganzen Fülle anzunehmen. Dazu gehört nicht nur, sich angenehme Erfahrungen zu gönnen.
    Es hat auch mit einem inneren Weg zu tun; Erfahrungen und Erkenntnisse zu gewinnen, Lösungen zu finden, dadurch zu Weisheit zu gelangen und diese Weltsicht anderen Menschen als Ermutigung und Unterstützung weiterzugeben.
    Hier sehe ich die große Kraft des Verstehens und Vergebens, der Segen der Gnade, der uns allen so gut tut.
    Das halte ich für so wertvoll - gerade in dieser Zeit, in der Erinnerungen an das dunkle Mittelalter mit seinen Kreuzrittern ins Bewusstsein drängen.


    Einen ausführlichen Vortrag über die Psychosomatik des Schützen finden Sie auf meiner Online -Akademie als Videoaufnahme: https://www.sofengo.de/w/55334


    Der Artikel kann vollständig und mit Angabe der Quelle geteilt werden. 

    Blieskastel, 2. Dezember 2014