Samstag, 18. Mai 2013

Jahresserie 2013 - Der Stier Teil 2

Der Stier und die Sinne

Das zweite Zeichen im Tierkreis, der Stier, entspricht den Bereichen des Kopfes, die für die Sinneswahrnehmungen zuständig sind; u.a. Zunge, Gaumen und Speicheldrüse. So kann man sich leicht vorstellen, dass Menschen mit Stierbetonung genussorientiert sind. Wird diese Sinnesfreude maßlos ausgelebt, sorgt die Speicherungsfähigkeit des Archetypen Stier für Übergewicht, eine Form der Absicherung und Polsterung nach außen.

Appetit bzw. Sättigungsgefühl werden im Hypothalamus „gemessen“. Hier ist die Interaktion der beiden gegenüberliegenden Zeichen Stier und Skorpion beeindruckend zu erkennen. Die endokrinen Drüsen (geben Hormone = Wirkstoffe an das Blut ab) Hypophyse und Hypothalamus gehören zu unserem feinstofflichen Steuerungssystem. Ich ordne sie dem Skorpion zu. Dem Stier werden sekretorische Drüsen (geben Sekrete ab) zugeordnet, die in einem Regelkreislauf mit den endokrinen Drüsen interagieren. Das bedeutetSkorpion steuert auf der übergeordneten Ebene die Hormone und wirkt somit auf die Ausscheidungen der sekretorischen Drüsen, die wiederum dem Stier zugeordnet werden. Täglich erleben wir dieses Wechselspiel: wir sehen ein appetitliches Essen und der Speichel fließt.


Ein weiteres Beispiel aus unserem Alltag: Wir können jemand riechen oder aber nicht riechen. Der Geruchssinn, der dem Stier zugeordnet ist, steht mit dem limbischen System (Skorpion) in Verbindung. Unsere Instinktebene schützt uns durch Abwehr oder gibt für eine weitere Annäherung grünes Licht. Diese Interaktion wirkt sich auf Partnerwahl und Fortpflanzung aus. Die hormonelle Steuerung übernehmen die Skorpion- zugeordneten Drüsen, die Wachstums- und Geschlechtshormone ausschütten. Den „fruchtbaren Boden“ für das Wachsen und Gedeihen schaffen Stier - zugeordnete Drüsen mit ihren Sinnen und Säften. Über dieses Wechselspiel können wir dem Tierkreiszeichen Stier eine wichtige Beteiligung an der Fruchtbarkeit zuordnen.



Das Tierkreiszeichen Wassermann befindet sich in einem exakten Spannungsaspekt zu den beiden Gegen- Polen Stier und Skorpion. Dem Wassermann ordne ich aufgrund meiner Erfahrungen u.a. die Schilddrüse zu. Sie übernimmt als Station zwischen Hypophyse und Hypothalamus einerseits und den Endorganen andererseits eine Regulierungsfunktion. Sie verteilt Hormone und regt den Stoffwechsel an. Über die Schilddrüse wird beispielsweise die Schweißbildung angeregt, die Skorpion- zugeordneten Drüsen sorgen für die entsprechende „Duftnote“, die u.a. der Revierabgrenzung dienen.



Dem Zeichen Stier wird der gesamte Bereich von Hals und Nacken zugeordnet, beim Skelett wird er als Zervikalbereich bezeichnet. In diesem Bereich befindet die Schilddrüse. So ist es allzu logisch, dass sich eine Störung im Energiefluss in diesem Bereich automatisch auf die Funktion der Schilddrüse auswirken kann

 
Foto: Heide Trautmann

Körperarbeit und Wohlgefühl statt Gicht, das ist eine Alternative

Der Stier ist genussorientiert und körperbetont. Er liebt die Sinnesfreuden. Die gutbürgerliche Küche hat einen hohen Stellenwert und sorgt für ein Wohlgefühl. Durch übermäßiges Essen wächst ein „Sicherheits- und Abgenzungspolster“. So ist es kein Wunder, dass der Archetyp Stier für ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes und Gicht anfällig ist.

Den Menschen mit einer Krankheitsdisposition im Zeichen Stier kann ich Körperarbeit und Kunst als Therapie empfehlen.

Dem Tierkreiszeichen Stier wird der Planet Venus (römische Göttin) bzw. Aphrodite (griechische Göttin) zugeordnet. Beide Göttinnen sorgen u. a. für die Fruchtbarkeit von Tieren und Boden und sind für die Kunst zuständig. Die kreative Beschäftigung mit Erde, Landschafts- und Gartengestaltung, die Liebe zu Blumen, das Gestalten von Kuchen und Brot stellen ohne Zweifel eine therapeutisch wirksame Beschäftigung dar. In der Zeit von Reizüberflutung und Stress sind diese erdenden Beschäftigungen mit ihrem therapeutischen Wert nicht zu unterschätzen. In diesem Zusammenhang möchte ich Feng Shui erwähnen, die fernöstliche Harmonielehre, die im Wohnbereich und im Garten eine höchst entspannende und somit heilende Wirkung hat.


Die Jahresserie Astromedizin umfasst lediglich Teilbereiche meiner astromedizinischen Praxis und Forschung. Die Beschreibung der Krankheitsdispositionen kann nur allgemein und grundsätzlich gehalten sein. Sie ersetzt keine individuelle Analyse oder Gesundheitsberatung.

Der Artikel kann ungekürzt und mit Quellangabe verteilt werden.



Heide Trautmann, Heilpraktikerin
Blieskastel, 18. Mai 2013

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